Diskussions- und Thesenpapier des ACDJ Berlin (Stand
27.11.2009)
WWW.JUSTOPIA.BERLIN - Erbringung von
Justizdienstleistungen als Standortvorteil und
Wertschöpfungsfaktor für die Unternehmen und Verbraucher in
der Hauptstadtregion Berlin - Brandenburg
Erläuterung:
Gegenstand dieses Papiers ist nicht die Justiz- und
Rechtspolitik im engeren Sinne.
Es dient der politischen Diskussion über Berlin als
Hauptstadt und Metropole auch mit Blick auf
Justizdienstleistungen und Recht als Standortvorteil und
Wettbewerbsfaktor für das Arbeiten, Leben und Wirtschaften
der Bürger.
Sie soll schon im vorpolitischen Raum nicht nur mit den
Fachkreisen und Organen der Rechtspflege, sondern auch mit
dem rechtssuchenden Publikum geführt werden.
Dies geschieht ab dem Jahreswechsel 2009 / 2010 zum
Beispiel in den sozialen Netzwerken des Internets in den
LinkedIn- und XING-Gruppen "Forum Rechtspolitik"
Analyse:
Anknüpfend an das bundesweite "Bündnis für das deutsche
Recht" mit der Broschüre "Law made in Germany" bedarf es
der dringenden "Initiative für die Berliner Justiz".
Die Justiz in der Hauptstadtregion Berlin -
Brandenburg kann und muß mit ihren zahlreichen
Gerichten für rund 6 Millionen Menschen nicht nur
als großer Arbeitgeber (Richterschaft,
Staatsanwaftschaft, nicht juristisches Personal), sondern
auch als wichtiger "Cluster" neben anderen
Branchen und Wirtschaftszweigen wahrgenommen werden.
Die konstruktive und positive Weiterentwicklung der
Justiz zum Standortvorteil der Hauptstadtregion Berlin -
Brandenburg hat auch für die freiberuflichen Organe der
Rechtspflege (Rechtsanwälte, Notare, Patentanwälte,
Sachverständige, Dolmetscher usw.) positive Effekte für
Beschäftigung und Wertschätzung.
Vision:
"Berlin Court – Justice (made) in Berlin" muß zur
Marke der Hauptstadt werden – mittels
Exzellenzstrategien für das Kammergericht und das
Landgericht Berlin mit "bundesweit überzeugenden"
Spruchkörpern.
Dies geht sowohl für einzelne Rechtsgebiete und –probleme
mit Zukunftsperspektiven als auch Fremdsprachen
(Verhandeln nicht nur in deutscher Sprache auf gemeinsamen
Antrag der Parteien und Prozeßbevollmächtigten).
Mission:
Der Senat von Berlin und die Senatsverwaltung für Justiz
werden aufgefordert, dieses Papier aufzugreifen und
gemeinsam mit den Justiz- und Rechtspolitikern des
Abgeordnetenhauses und Organen der Rechtspflege sowie
Fachkreisen (Kammern und Vereine) umzusetzen.
Anknüpfend an die Anwaltszimmer in den Berliner
Gerichten ist zur Förderung von Mediation und
Schiedsgerichtsbarkeit die "Öffnung" der landeseigenen
Liegenschaften und "Neugestaltung" der Gerichtsgebäude
und Justizressourcen für interne und externe Kräfte
zu prüfen – einschließlich der Einrichtung von Außen- und
Nebenstellen der Gerichte am Flughafen
Berlin-Brandenburg und Hauptbahnhof Berlin.
Spätestens zur Einführung des elektronischen
Personalausweises ePA (mit qualifizierter digitaler
Signatur) und der DE-Mail (mit eindeutiger
Identität von Absender und Empfänger) im Jahr
2010 muß die Berliner Justiz ihre
E-JUSTICE-Fähigkeit und Textform-Tauglichkeit in
Regeln, Formularen und Abläufen gewährleisten.
Unabhängig davon wäre die anläßlich des auf Bundes- und
Landesebene laufenden "Normen-Screenings" und "Gender-Mainstreamings"
ein Vorschlag der Landesjustizverwaltungen für ein
integriertes und modernes Justizdienstleistungsgesetz
hilfreich und wünschenswert.